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Prophylaxe und Parodontologie

Zähneputzen führt immer nur kurzfristig zu einer vollständigen Reinigung der Zähne. Bereits wenige Minuten später hat sich bereits wieder ein Biofilm bzw. Plaque auf den Zähnen gebildet. Diese Beläge bestehen aus Bakterien. Diese verstoffwechseln Kohlenhydrate und schaden Säuren und Zellgifte aus. Diese greifen die Zähne an und führen zu einer Erkranktung der Zähne und des Zahnfleisches. Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen helfen wesentlich bei der Vorbeuge und lassen die Zähne außerdem deutlich besser Aussehen.

Professionelle Zahnreinigung (PZR)

Eine Reinigung besteht in der Regel aus fünf Stufen

1. Untersuchung der Zähne
2. Entfernung von festgestelltem Zahnstein mittels Ultraschall und/oder händisch
3. Zahnzwischenräume und -taschen werden gereinigt
4. Bei überdurchschnittlichen Verfärbungen empfiehlt sich eine weitere Reinigung mittels patentierter Luftverfahren
5. Der Schmelz wird mit Flouridlack versiegelt

Beratung von Schwangeren

Die hormonelle Umstellung während der Schwangerschaft macht die Zähne anfälliger für Entzündungen. Der Fachmann spricht hier von Schwangerschaftsgingivitis. Werden die ersten Symptome nicht beachtet oder ignoriert, können Bakterien über das Blut bis in die Gebärmutter gelangen, was die Wehen frühzeitig herbeiführen kann. Weiterhin können Erkrankungen auf diesem Weg an das ungeborene Kind übertragen werden.

Dies macht die besondere Verantwortung werdender Mütter deutlich. Beratung bei Ihrem Zahnarzt in Prenzlauer Berg sollte ein wichtiger Bestandteil Ihres Programms sein.

Im Gegensatz dazu kann die Parodontitis bereits zurecht als Volkskrankheit bezeichnet werden. Die Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparats. Besonders problematisch wir dieser Befund durch die Tatsache, dass diese Erkrankung häufig ohne Schmerzen einhergeht und daher für den Patienten in der Regel nicht erkennbar ist.

Die Parodontitis kann lokal auftreten oder auch ganzheitlich das Gebiss angreifen. Der Zahnbelag im Bereich der Zahnoberfläche führt zu Zahnstein. Bei weiterer Vermehrung durch Bakterien werden Gifte produziert, die sich negativ auf den Zahnhalteapparat auswirken und zu Schwellungen und Blutungen führen. In weiterer Folge und bei Nicht-Behandlung der Parodontitis werden der Kieferknochen und die Zahnwurzeln angegriffen. Das Zahnfleisch bildet sich zurück, die Zahnhälse werden freigelegt und der Zahn wird gelockert und kann schließlich ausfallen.

Parodontitis geht häufig mit starkem Mundgeruch einher und kann durch Freisetzung von Erregern in die Blutbahn das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erhöhen. Auch von einer Erhöhung des Diabetes Risikos wurde berichtet.

Bei rechtzeitiger Erkennung und Behandlung sowie regelmäßiger Reinigung lässt sich die Parodontitis weitgehend eindämmen. Bleibt sie allerdings unbehandelt, kann der Patient bereits im jungen Alter Zähne verlieren.

Positiv ist, dass für eine Behandlung heutzutage kaum noch schmerzhafte Operationen benötigt werden. Vielmehr kann das angegriffene Gewerbe durch einen Laser ohne Komplikationen entfernt werden. Der UV-Anteil des Laserlichts tötet gleichzeitig Keime ab, wirkt dadurch sterilisierend und beugt einer weiteren Fortschreitung der Parodontitis vor.

Die erfolgreiche Behandlung entbindet den Patienten aber nicht von einem umfangreichen Hygieneprogramm, dass neben der häuslichen Pflege eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung beinhaltet.

Endodontologie

Hierbei handelt es sich um die Entzündung der Zahnwurzeln. Dieses ist meistens eine Folge von langjährigem unbehandelten Karies. Der Zahnschmerz wird meist erst beobachtet, wenn die Wurzeln bereits infiziert wurden. Ebenfalls können alte Füllungen oder Entzündungen, die aus der Kieferhöhle niedersteigen zu einer Schädigung der Zahnnerven führen.

Hier gibt es zwei grundlegende Optionen:

a) Der Zahn wird gezogen. Die verbleibenden Zähne übernehmen die Tragfunktion des gezogenen Kollegen mit. Dies verursacht eine Dysbalance zwischen Kauebene und Kiefer und führt häufig zu Kopf und Nackenschmerzen, die teilweise bis auf den Rücken niederstrahlen können. Um eine weitere Abnutzung der verbleibenden Zähne zu minimieren sollte zeitnah eine Brücke oder ein Zahnimplantant eingesetzt werden.
Dies ist allerdings eine sehr kostspielige Behandlungsmethode. Daher wird heute versucht, den Zahn durch eine Behandlung des Wurzelkanals zu halten.

b) Wurzelkanalbehandlung. Das betroffene Gewebe wird aus dem Wurzelkanal entfernt, die dabei auftretende Lücke vermessen und verschlossen. Hierbei sollte auf eine moderne Technologie geachtet werden, um eine weitere Entzündung der Nervenkanäle zu vermeiden. Unbedingt sollte dabei auch eine Desinfektion mit fokussiertem UV-Licht (Laser) vorgenommen. Die erreichte Keimfreiheit entscheidet maßgeblich über den Behandlungserfolg.

Wer Zahnschmerzen hat, sollte nicht lange zögern und sich frühzeitig einen Zahnarzt im Prenzlauer Berg suchen.

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